Referenzprojekt Landwirtschaftsbetrieb Bonfol

 

 

 

 

 

 

Wenn Landwirtschaft dank Contracting Strom produziert – Erfahrungen aus einem Bauernbetrieb in Bonfol

Der Landwirtschaftsbetrieb von John Moser in Bonfol (JU) zeigt, welches Potenzial ungenutzte Dachflächen heute bieten. John Mosers Landwirtschaftsbetrieb in Bonfol produziert heute mit über 1’500 Solarpanels mehr als eine halbe Million Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr – auf Dächern, die vorher einfach nur da standen.

Wie das funktioniert hat? Ohne Eigeninvestition, ohne operativen Mehraufwand – und mit echtem Mehrwert für Betrieb und Umwelt. Im folgenden Erfahrungsbericht gibt John Moser Einblick in seine Beweggründe, die Umsetzung und die Auswirkungen der Solaranlage auf seinen Betrieb.

Warum haben Sie sich für die Lösung von Solarify entschieden?

In einem Umfeld, in dem die Energiewende für Unternehmen zu einem zentralen Thema geworden ist, wollte ich zur Entwicklung erneuerbarer Energien beitragen und dabei die wirtschaftliche Realität meines Betriebs im Blick behalten.

Meine Überlegungen begannen mit dem konkreten Vorhaben, Photovoltaikanlagen an zwei verschiedenen Standorten zu realisieren. Diese umfassten zwei relativ neue Gebäude sowie ein älteres Gebäude, das ohnehin eine neue Dacheindeckung benötigte. Diese Ausgangslage boten ein interessantes Potenzial für die Installation von Solarmodulen. Doch wie viele Betriebe verfügte ich nicht über die ausreichenden finanziellen Mittel, um eine solche Investition auf klassischem Wege zu stemmen.

Ich nahm mir daher die Zeit, verschiedene Optionen zu prüfen. Es boten sich mir mehrere Lösungen an: die Finanzierung über einen Bankkredit, die Einräumung eines Baurechts auf den Dächern oder die Vermietung der Dächer an Dritte. Jede dieser Varianten hatte Vorteile, aber auch erhebliche Einschränkungen, insbesondere im Hinblick auf finanzielle Risiken und langfristige Planbarkeit.

Nach der Analyse entschied ich mich schliesslich für die von Solarify angebotene Lösung. Diese basiert auf der Bereitstellung der Dachflächen meiner Gebäude für die Installation und den Betrieb einer Photovoltaikanlage, ohne dass ich finanziell investieren muss. Dieses Modell hat mich vor allem durch das Ausbleiben finanzieller Risiken überzeugt, während es mir gleichzeitig ermöglicht, aktiv an der Produktion erneuerbarer Energien teilzunehmen.

Kennzahlen zur Anlage

Projektfoto Bauernbetrieb Bonfol
  • PV-Anlagen: 2
  • Anzahl Solarpanels: 1550
  • Stromproduktion pro Jahr: 600’000 kWh
  • Investitionskosten: 0 CHF für Landwirtschaftsbetrieb
    (Projektvolumen: 1,04 Mio. CHF)
  • Erwartete CO2-Einsparungen: ca. 260 Tonnen pro Jahr (CO2-Äquivalente)

Wie verlief die Umsetzung des Projekts im Jahr 2023 auf Ihren Gebäuden?

Der Projektablauf war gut strukturiert. Nach der technischen und administrativen Abklärungen übernahm Solarify weiterhin alle Schritte: Machbarkeit, Koordination der Beteiligten, notwendige Genehmigungen und Baustellenkoordination.

Die Arbeiten wurden innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens und mit einer guten Kommunikation durchgeführt. Die Auswirkungen auf den täglichen Betrieb blieben überschaubar, was ein wesentlicher Punkt war. Der Zugang zum Standort hat Solarify im Voraus geplant und die Einsätze so koordiniert, dass mein Betrieb nicht gestört wurde. Im Falle des alten Gebäudes führte die Erneuerung der Dachdeckung sogar zu einer allgemeinen Verbesserung der Infrastruktur.

John Moser mit schwarzer Jacke in seinem Hühnerstall in Bonfol

John Moser in seinem Hühnerstall in Bonfol (JU).

Welche Auswirkungen hatte die Anlage auf den täglichen Betrieb?

Operativ hat sich kaum etwas verändert. Die Gebäude werden weiterhin wie bisher genutzt, jedoch mit einem zusätzlichen Mehrwert. Die Dächer, die bisher passiv waren, tragen nun zur Produktion erneuerbarer Energien bei. 

Auf strategischer Ebene verleiht diese Anlage meinem Landwirtschaftsbetrieb eine zusätzliche Dimension, sowohl in Bezug auf das Image als auch auf das ökologische Engagement. Es ist ein klares Signal zugunsten der Energiewende, ohne dabei die finanzielle Situation zu schwächen.

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie?

Rückblickend stechen mehrere positive Aspekte klar hervor. Der Hauptvorteil ist, dass es kein finanzielles Risiko gibt. Es war keine Anfangsinvestition erforderlich, was diese Lösung besonders interessant für Landwirtschaftsbetriebe macht, die sich engagieren wollen, ohne ihre Liquidität zu gefährden. Die optimale Verwertung der Gebäude, der konkrete Beitrag zur Produktion erneuerbarer Energien und die Möglichkeit für Kleininvestoren, sich an diesem Projekt zu beteiligen, sind ebenfalls unbestreitbare Pluspunkte.

Auf der Seite der Nachteile sehe ich vor allem einen Punkt: Mit der Entscheidung für das Contracting-Modell habe ich die Kontrolle über die Kosten und über das Projekt als Ganzes abgegeben. Die technischen und finanziellen Entscheidungen liegen bei Solarify. Darüber hinaus bedeutet das Modell auch, dass ich den Zugang zu meinen Gebäuden für externe Personen akzeptiere, was Organisation und gegenseitiges Vertrauen erfordert.

Eine Photovoltaikanlage ohne Eigeninvestition hat sich als pragmatische Lösung erwiesen, die mit meinen Zielen übereinstimmt. Das Contracting ermöglicht es also, ökologisches Engagement und finanzielle Vorsicht miteinander zu verbinden. Die Vorteile machen es zu einer sinnvollen Option für viele Betriebe, die mit ähnlichen Rahmenbedingungen konfrontiert sind.

Das Interview wurde von EDJ énergie du Jura verfasst (Original auf Französisch).

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